Organisch gewachsene Strukturen in der Gebäudeautomation vereinheitlicht

Für die DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag) entwickelt die Heilbronner S+P Ingenieure AG ein grundlegend neues Konzept für die Gebäudeautomation.

Ziel ist, die Steuer- und Regeltechnik zu vereinheitlichen und die Systeme und Komponenten über ein Energiemanagementsystem (EMS) energieeffizient zu steuern. Der Gebäudekomplex des Deutschen Sparkassenverlags (DSV) ist über 50 Jahre organisch gewachsen. In jedem Gebäude wurde ein eigener Ansatz für die Gebäudeautomation realisiert. “In mehreren Projekten führen wir diese unterschiedlichen Ansätze zu einer einheitlichen Architektur zusammen”, erklärt der Vorstandsvorsitzende der S+P Ingenieure AG, Dieter Sedlacek.

So werden sämtliche Steuer- und Regelschränke in den sechs Häusern des DSV in Stuttgart-Vaihingen mit über 6.000 Datenpunkten komplett ersetzt. Hintergrund ist, dass es für viele einzelne Systeme und Komponenten keine Nachfolger mehr gibt und die nicht mehr programmierbar sind. “Über ein BACNet-Protokoll stellen wir sicher, dass die Systeme künftig gewerke- und geräteübergreifend sicher miteinander kommunizieren können,” sagt der Spezialist für Gebäudeautomation. Parallel dazu werden alle Systeme für Heizung, Lüftung, Kühlung, Licht und Sicherheit komplett digital in einer Datenbank erfasst. Die Daten bilden die Grundlage für die Entwicklung einer übergeordneten Regelstrategie und den Aufbau eines EMS nach DIN 50001. Für ein effektives EMS werden exakte Daten über Energie- und Lastflüsse benötigt. Dazu wird die Regeltechnik um Mess- und Zähleinrichtungen ergänzt. Im Endstadium sieht das Konzept vor, Schnittstellen etwa zum Facility Management und zu anderen operativen Einheiten zusammenzuführen.

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